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Sonne- Kinderhaut braucht starken Schutz

Autor: Nicol
Webcode: EFAADX

Sonne- Kinderhaut braucht starken Schutz

Endlich - der Sommer ist da, und wir alle freuen uns, denn nach der langen «Durststrecke» der kalten Zeit fühlt es sich fantastisch an, die warme Sonne auf der Haut zu spüren...


Gross und Klein versprühen gute Laune, geniessen die wohlige Wärme, das Licht und dürfen endlich wieder unzählige Aktivitäten unter freiem Himmel erleben. Dass der Planet Sonne mit seinen schädlichen UV-Strahlen auch Schattenseiten in sich birgt, wie einen Sonnenbrand, Hitzeschlag, Sonnenstich oder eine Allergie, wird meist erst mal vergessen oder in den Hintergrund gestellt - bis eine akute Situation eintritt.

Das Gedächtnis der Haut


Heute wissen wir, dass die Haut von Kindern um ein Vielfaches empfindlicher auf die Sonne reagiert als die bei den Erwachsenen. Sie ist nicht nur dünner und somit empfindlicher, nein, sie ist auch nachtragend. Unser grösstes Organ - die Haut - hat ein gutes Gedächtnis: Sie merkt sich die Sonnenbrände im Kindesalter und liefert somit leider bereits eine Grundlage für Hautkrebs.
Deshalb müssen unsere kleinen Sonnenkönige besonders gut geschützt werden - immer und überall, wo sie der Sonne ausgesetzt sind -, sei es beim Spielen und Toben auf dem Spielplatz, beim Wandern, Planschen in der Badi, im Garten oder auf dem Schulhof. Mit einigen wenigen Vorsichtsmassnahmen kann die ganze Familie schon viele Pluspunkte auf dem «Hautschutzkonto» ergattern. Was für Kinder unbedingt mit muss oder unverzichtbar ist, verrät Euch unser Sonnenschutz-ABC!

Das richtige Outfit


Ganz klar, die richtige Kleidung ist der beste Schutz vor den UV-Strahlen. Hier bieten bereits viele Hersteller den Verbrauchern spezielle Sonnenschutzkleidung mit UV-Protektionsfaktor an, wobei der UV-Faktor jedoch nicht geringer als 30 sein sollte. Die ideale Kleidung sollte leicht, luftdurchlässig und möglichst aus eng gewebtem Stoff sein, die T-Shirts langärmelig und weit geschnitten, die Hosen möglichst auch lang, damit sie gut schützen. Ihr solltet darauf achten, dass die Kinder immer einen breitkrempigen Hut oder eine Mütze mit Nackenschutz tragen, auch wenn der nur zu gern abgenommen wird - er schützt nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vorm Sonnenstich. An die kleinen und auch grossen Füsse sollten Schuhe, die den Fussrücken und die Ferse bedecken. Wichtig: Wenn unsere Kleidung nass wird, lässt sie einen gewissen Anteil an Sonnenstrahlen durch - somit erhöht sich auch das Risiko eines Sonnenbrandes.

Der Blick auf die Uhr


Zwischen 11.00 und 15.00 Uhr heisst es auf jeden Fall: «Siesta statt Fiesta». Denn über die Mittagszeit ist die UV-Strahlung viel intensiver und höher als in den Morgen- und Abendstunden - vor allem die der UVB-Strahlen, denn diese verursachen den Sonnenbrand. Schaut, dass Ihr während dieser Zeit zum «Schattenparker» werdet und eine Auszeit geniesst, in der Ihr fleissig trinkt oder ein Schläfchen macht.

Die richtige Dosis Sonnencreme


Hier darf sehr grosszügig auf die Tube oder aufs Spray gedrückt werden, denn nichts braucht mehr Schutz als die dünne empfindliche Kinderhaut. Folgende Faustregel ist hier sehr hilfreich: Eine Kinderhand voll mit Sonnenlotion für den ganzen Körper.
Schaut, dass die Sonnenmilch eine halbe Stunde vorm Sonnenbaden aufgetragen wird, denn diese Zeit ist nötig, damit sich der erwünschte Schutz aufbauen kann - zumindest bei Sonnencremes mit chemischen Filtern. Mineralische Filter haben den Vorteil, dass sie gleich schützen, da sie sofort in die Haut einziehen. Des Weiteren sollte das Sonnenschutzpräparat vor UV-A- und UV-B-Strahlen schützen, einen hohen Lichtschutzfaktor haben (mindestens 20), wasserfest und hautfreundlich sein. Der Lichtschutzfaktor gibt übrigens an, wie viele Minuten man länger in der Sonne verweilen kann, ohne einen «Sonnenbrand» zu riskieren. Als Beispiel: Sonnenschutzfaktor 30 entspricht 300 geschützten Minuten. So kann jeder Hauttyp seine persönliche Eigenschutzzeit ausrechnen. Es versteht sich von selbst, dass einmal Eincremen nicht ausreicht - vor allem beim Baden oder wenn der Nachwuchs stark schwitzt. Hier gilt: Erst gut abtrocknen und dann neu eincremen.
Wichtig: Einen besonders hohen Lichtschutzfaktor oder sogar Sun Blocker verdienen die sehr empfindlichen Körperpartien: Nase, Ohren, Schultern, Nacken, Kinn und der Fussrücken. Das mehrmalige Nachcremen verlängert leider nicht die Schutzzeit, daher sollte die Anzahl der Sonnenstunden am Tag gut durchdacht sein - gerade für Kinder.

Augen auf - die richtige Sonnenbrille


Die Augen der Kinder und die der Erwachsenen reagieren auf Sonnenlicht und UV-Strahlen besonders empfindlich und sollten daher gut geschützt werden. Bei der Auswahl der richtigen Sonnenbrille sollten die Kinder mit einbezogen werden, denn oftmals wollen die Kids die Sonnenbrille gar nicht tragen - und so haben sie sich das «coole» Gestell wenigstens mit ausgesucht. Es lohnt sich auf jeden Fall Durchhaltevermögen, die Augen werden es danken. Für die Auswahl lohnt es sich, einen Augenoptiker aufzusuchen, da er bestens weiss, dass es ein Modell mit folgenden Kriterien sein sollte: die Gläser mit richtigem UV-Filter und der richtigen Tönung. Dunkle Gläser alleine bieten nämlich noch lange keinen Schutz (Vorsicht somit bei Supermarktbrillen - bei denen solltet Ihr den UV-Schutz überprüfen lassen). Bei Sonnenbrillen mit unzureichendem UV-Schutz wähnt man sich in falscher Sicherheit. Die Folge: Die Pupillen öffnen sich sehr weit, weshalb die UV-Strahlen noch besser in das Auge eindringen und schwere Schäden hervorrufen können.

Eltern sind die besten Vorbilder


Beim Sonnenschutz sind wir als Eltern ganz klar gefragt und in die Verantortung gerufen. Nur wenn wir selber auch Mützen aufsetzen, uns eincremen, öfter mal zum Schattenparker werden und viel trinken, geben wir auch ein gutes Vorbild ab. Nichts ist für unsere kleinen Sonnenkönige wichtiger, als von uns Grossen zu lernen und wie wir zu sein. Umso früher der Umgang mit dem Sonnenschutz gelernt wird, desto eher geht es in «Fleisch und Blut» über - und wird als normal angesehen und noch Jahre später genauso umgesetzt.

Die kleinsten Sonnenkinder


Kinder unter einem Jahr haben nichts in der prallen Sonne zu suchen. Ihre Haut ist den Strahlen schutzlos ausgeliefert. Die Sonnenschutzpräparate sind für unsere Kleinen noch nicht wirklich geeignet, da sie zu stark belasten und unnötige Reaktionen hervorrufen können.
Dennoch müssen die Babys auf die heilsamen Kräfte der Sonne nicht verzichten. Sie profitieren, sobald sie im Freien sind - sei es beim Spaziergang oder an einem Schattenplatz. Eine Viertelstunde reicht aus, damit die Vitamin-D3-Produktion angekurbelt wird. Bis cirka zum 15. Lebensjahr benötigen Kinder einen besonders sicheren Schutz. Ihre Haut ist noch nicht «dick» genug, sie lernt erst im Laufe der Jahre, ausreichend Pigmente zu bilden, die als natürlicher Eigenschutz gelten, und sie kann bis dahin UV-Schäden nur bedingt ausgleichen.

Pflege danach


Nach einem Tag unter freiem Himmel und entsprechender Sonneneinwirkung wurde die Haut ganz schön herausgefordert und strapaziert. Daher ist es wichtig, dass man der Haut wiedergibt, was sie verloren hat. Wichtig ist, dass sie Fett und Feuchtigkeit bekommt - sei es über die After-Sun-Produkte - diese sollten aber frei von Konservierungs- und Duftstoffen sein - oder mit einer guten Körpermilch.


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