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Schneeschuhwandern mit Kids

Autor: Stephan
Webcode: EFAAMC

Schneeschuhwandern mit Kids

Seit einigen Jahren erfreut sich das Schneeschuhwandern zunehmender Beliebtheit. Warum das so ist und was es beim Schneeschuhwandern zu beachten gilt, erfahrt ihr in unserem Artikel.


Natur, Sport und Erholung


Obwohl Schneeschuhe erst seit Mitte der neunziger Jahre massentauglich werden, sind sie ein Fortbewegungsmittel mit einer langen Tradition. Schon die Jäger und Sammler der Steinzeit nutzten sie, um schneereiche Regionen zu durchqueren. Auch heute noch stellen sie in einigen Gebieten während des Winters oftmals die einzige Fortbewegungsart dar.
Allerdings unterscheidet sich heute der Charakter des Schneeschuhwanderns zu damals. Wenn wir mit den Schneeschuhen losziehen, sind wir weniger auf der Suche nach Nahrung oder neuen Lagerplätzen, sondern vielmehr, um der Alltagshektik zu entkommen. Gerade die Schweiz als Winterparadies hat diesbezüglich einiges zu bieten. Stellt euch vor, ihr stapft durch unberührten Schnee. Zauberhaft glitzert die weiße Pracht im hellen Sonnenlicht. Rings um euch herum nur traumhafte Märchenlandschaften und absolute Ruhe! Neben der Erholung macht ihr gleichzeitig etwas für eure Gesundheit. Denn Schneeschuhwandern verbindet Naturerlebnis, Entspannung und Sport miteinander. Zudem hat diese relativ neue Wintersportart einen entscheidenden Vorteil. Auch Nichtskifahrer unter euch können ihr nachgehen und Regionen erreichen, die ansonsten unzugänglich wären. Ohne grosse Vorkenntnisse kann jeder loslegen! Ganz ohne Vorbereitung geht es dennoch nicht. Wer in unberührte Winterlandschaften vorstösst, sollte sich auch über mögliche Risiken im Klaren sein. Insbesondere das Wetter bzw. Umschwünge gilt es bei einer solchen Tour zu beachten. Gefahren können etwa von Lawinen, Nebel oder Wind ausgehen. Wer sich in lawinengefährdetes Gebiet wagt, sollte niemals allein gehen und immer eine entsprechende Lawinenausrüstung mit sich führen.

Unzählige Möglichkeiten


Für viele von euch dürften solche Touren, wenn ihr sie denn mit euren Kids macht, wohl ohnehin nicht in Frage kommen. Da es Wanderstrecken mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen gibt, bieten sich für die jüngeren Wanderer einfachere Touren an. Dennoch gilt es auch hier die genannten Risiken zu berücksichtigen. Ebenso solltet ihr Eventualitäten wie Erschöpfung und Orientierungsprobleme berücksichtigen. Wenn ihr Letzteres vermeiden wollt, solltet ihr euch für eine ausgewiesene Strecke entscheiden, deren Begehung nur ein bis zwei Stunden dauert. Für anspruchsvollere oder gar mehrtägige Strecken empfiehlt sich dagegen eine geführte Tour. Die ausgewiesen Strecken bieten häufig den zusätzlichen Vorteil, dass ihr auf ihnen Natel-Empfang habt, um so im Notfall Hilfe rufen zu können.
Je nach Schwierigkeitsgrad benötigt ihr das richtige Material. Hochalpine Touren erfordern Schneeschuhmodelle mit spitzen Stahlstiften, harscheisenartigen Seitenschienen sowie scharfe steigeneisenartige Frontzacken. In weniger stark geneigtem Gelände reichen auch leichtere und billigere Modelle. Im Flachland dagegen haben sich die traditionellen Rahmenschneeschuhe bewährt. Diese bestanden ursprünglich aus Hartholz und wurden zu einem ovalen Ring gebogen. Dazwischen legte man ein dichtes Netzt aus Leder von Rentieren oder Rindern. Heute bestehen diese etwas an Tennisschläger erinnernden Schneeschuhe aus Aluminium und Kunststoff. Unabhängig davon, für welche Tour und welchen Schwierigkeitsgrad ihr euch entscheidet, die Auswahl ist riesig! So werden etwa Touren zusammen mit Huskys angeboten. Oder aber ihr übernachtet in einem selbst errichteten Iglu. Möglichkeiten und tolle Regionen gibt es viele. Einen informativen Überblick hierüber bietet die Website globaltrail.ch.

Tipps:


Rund um die Schwendiseen (St. Gallen): Eine Einsteigertour mit wenig Steigung und Gefälle findet ihr bei Wildhaus im Kanton St. Gallen. Ein 4,5 Kilometer langer Weg führt euch um die landschaftlich reizvollen Schwendiseen. Ganz entspannt könnt ihr die herrliche Schneelandschaft geniessen. Rund 2 Stunden benötigt ihr für die Tour. Weitere Highlights sind die Ausblicke auf den Säntis und das Alpsteinmassiv.
Parc Naturel Doubs (Jura): Etwas ganz besonderes ist eine Wanderung im Jura durch eine typische Freiberger Landschaft. Zunächst geht es durch Waldweiden vorbei an majestätisch aufragenden Nadelbäumen. Anschliessend trefft ihr im Gebiet von Le-Creux-des-Biches auf mehrere Dolinen. Weiter geht ihr durch einen kleinen Wald und erreicht schliesslich den kleinen Weiler Les Carrieres. Danach führt euch der Weg zurück durch Karstgebiete mit Dolinen und Waldweiden. Ein Highlight dieser Tour ist die Möglichkeit, sie auch nachts zu unternehmen, da die Route beleuchtet wird.
Naturpark Diemigtal (Bern): Wenn ihr euren Kids etwas Abwechslung bieten möchtet, ist der Rätselweg Grimmialp die richtige Wahl. Der knapp vier Kilometer lange Rundweg beinhaltet elf Rätselposten zum Allgemeinwissen. Der familienfreundliche Weg führt euch vom Parkplatz Senggiweid vorbei am reizvollen Blauseeli nach Schwenden und schließlich zurück zum Ausgangspunkt. Habt ihr alle Rätsel gelöst, könnt ihr den Wettbewerbstalon hier wieder abgeben. Den Gewinnern winken verschiedene Preise.

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