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Der Schrecken der Zecken

Autor: Sanie
Webcode: EFAALJ

Der Schrecken der Zecken

Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm die ... Zecke! Aber keine Angst, denn Wissen schützt!...


Der Frühling lacht, der Sommer steht in den Startlöchern. Endlich können Familien wieder in vollen Zügen die Natur geniessen. Die Freude wird allerdings etwas getrübt, da in Wald und Wiesen kleine, unscheinbare Spinnentiere lauern, die dem Menschen ganz schön gefährlich werden können. Aber... Wissen schützt!

Die Zecke und ihre Gefahren


Zecken sind weltweit verbreitete Parasiten, die sich von fremdem Blut ernähren. Sie leben draussen, an Waldrändern, im Gras und Gebüsch, im Unterholz oder an Bächen, und können bis in ca. 1,50m Höhe klettern. Dort warten sie unbemerkt auf Wirtstiere, meist kleinere Säugetiere, in denen sie sich mit einer Art Stechapparat fest graben. Immer öfter befallen sie aber auch den Menschen. Befinden sich die Zecken erst einmal auf dem Körper, so suchen sie nach einer warmen, feuchten Stelle, an der die Haut dünn ist. Daher findet man die Zeckenbisse meist in Kniekehlen, Achselhöhlen, im Schritt, am Hals oder auf dem Kopf (vor allem bei Kindern!). Eigentlich ist ein solcher Zeckenstich für den Menschen harmlos und kaum spürbar. Leider können die Zecken jedoch mit Krankheitserregern infiziert sein, wodurch der Stich für den Blutwirt zur unberechenbaren Gefahr werden kann. In der Schweiz kennen wir vor allem die durch Zecken übertragene Borreliose und die virale Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die sogenannte Zeckenhirnhautentzündung. Die Borreliose ist die am häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit in der Schweiz. Sie wird durch Bakterien ausgelöst und ihre Auswirkungen sind vielschichtig und daher oft schwer zu diagnostizieren. Eines der häufigsten ersten Anzeichen ist die Wanderröte, eine ringförmige Rötung rund um die Einstichstelle. Das FSME-Virus hingegen, tragen nur etwa ein Prozent der Zecken in Naturherden in sich. Kommt es aber durch den Stich einer infizierten Zecke zu einer Ansteckung des Menschen, so kann es zu Grippesymptomen, aber auch zu einer schweren Form der Gehirn- resp. Hirnhautentzündung kommen. Im Gegensatz zur Borreliose kann man sich gegen die gefürchtete FSME impfen lassen. Die Impfung wird für alle Erwachsenen und Kinder ab 6 Jahren empfohlen, die sich oft in den Risikogebieten aufhalten.

Wie man sich schützen kann


Damit es aber gar nicht erst zu einer Infektion kommt, sollte man sich ausreichend vor Zecken schützen. Das gelingt am besten, indem man im Freien geschlossene Kleider trägt. Gut gewappnet ist man mit langen Ärmeln, langen Hosen (evtl. die Socken über die Hosenbeine gestülpt) und mit einem Anti-Zeckenspray, den man regelmässig frisch aufträgt. Zudem sollte man sich nach jedem Aufenthalt in der Natur gründlich nach Zecken absuchen und allenfalls vorhandene Parasiten sofort entfernen. Das geht am einfachsten und effektivsten mit einer normalen Pinzette oder den Fingernägeln (eine Zeckenzange ist nicht nötig). Man setzt diese dicht über der Haut an und zieht die Zecke langsam heraus. Auf keinen Fall sollte das Tier zuerst mit Öl, Feuerzeugen oder ähnlichem «vorbehandelt» werden, denn unter Stress gibt die Zecke noch zusätzliche Krankheitserreger in die Stichstelle ab. Bei Unsicherheiten ist es natürlich immer ratsam einen Arzt aufzusuchen.
Alles Wissenswerte rund um und über Zecken sowie die Risikogebiete erfährt man unter www.zecke.ch oder der Gratisnummer 0800 820 870.

Wie man Zecken richtig entfernt


Zur Zeckenentfernung gibt es viele «Geheimtipps», aber man sollte die meisten lieber nicht anwenden, denn diese reichen vom Abrennen der Zecken bis hin zur Verwendung von Öl. Doch all diese «Tipps» verursachen nur eine grösseren Schaden, als das sie in irgendeiner Form von Nutzen wären. Denn im «Todeskampf» gibt die Zecke erst recht ihre Erreger in die Wunde ab. Selbiges passiert auch, wenn man die Zecke beim Entfernen quetscht.
Zecken sollten daher vorsichtig mit einer feinen Pinzette entfernt werden, wie beispielsweise die von Pharma Brutscher. Mit dem gewundenen Pinzettenkopf kann man die Pinzette ganz dicht über der Haut ansetzen und fasst sie an ihrem Stech- und Saugwerkzeug. Mit einem vorsichtigen und gleichmässigem Zug (nicht hektisch rupfen) zieht oder hebelt man die Zecke heraus. Wichtig: Das Stech- und Saugwerkzeug der Zecke besitzt kein «Gewinde», sondern Widerhaken. Ein Drehen, in welche Richtung auch immer, ist nicht nötig und sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

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