Interessante Tipps

Fit durch den Winter

Autor: Nicol
Webcode: EFAAFS

Fit durch den Winter

Wenn es draussen wieder friert, stürmt, regnet, schneit oder matschig wird, haben die Schniefnasen, Erkältungen und grippalen Infekte Hochkonjunktur. Taschentücher, Nasenspray, Bettflaschen, Fieberthermometer und fiebersenkende Medikamente sind in jedem Kinderhaushalt ab jetzt nicht mehr wegzudenken. Die einen plagen sich den ganzen Winter, andere kommen mit einem kleinen Infekt davon. Damit ihr gut gerüstet in die Wintersaison starten könnt, gibt es hier ein paar einfache Tipps, um den allfälligen Infekten Paroli bieten zu können - und mit Bewegung fit durch den Winter zu kommen.


Mit der richtigen Wintergarderobe hat man schon viel geschafft. Hier eignet sich das Zwiebelprinzip sehr gut, denn lieber eine Schicht zu viel anziehen und dann ausziehen anstatt zu frieren. Aber bitte so, dass sie nicht einer Kugel gleichen, nicht schwitzen und genügend Freiraum beim Bewegen haben. Leichte, wärmende Skiunterwäsche unter dem Shirt, Pulli und Jacke hält warm und ermöglicht den Kindern, sich gut zu bewegen. Was unabdingbar ist, sind Mütze, Schal und Handschuhe. Kopf und Hände sind noch sehr empfindlichen Körperregionen und brauchen es warm, denn nur zu gern verkühlen sich die Kinder die Ohren, wenn der Wind weht - und schon naht der Schnupfen. Die kleinen Füsse brauchen es ebenfalls warm. Ideal sind gute Gore-Tex-Stiefel mit einer Thermosohle, welche die Füsse vor Kälte und Nässe schützen. Denkt immer dran: Nur mit der richtigen Vorbildfunktion beim «Warmanziehen» machen unsere Schützlinge es ohne viel Aufstand nach. Somit lieber vorbeugen statt heilen.

Salben, cremen, schmieren


Die Haut hat es bei Kälte gar nicht so leicht. Sie wird viel schneller trocken, rau und rissig. Das Problem ist, dass ab Temperaturen unter acht Grad die Talgdrüsen ihre Fettproduktion reduzieren und so die Haut der Witterung noch weniger standhalten kann. Daher sollten wir auch an milderen Tagen gerade das Gesicht und die Lippen unserer Sprösslinge mit fetteren Cremes pflegen. Besonders dann, wenn Kinder sich aktiv unter freiem Himmel bewegen, denn der Wind trocknet zusätzlich noch einmal die Haut aus. Optimal sind Produkte, die Bienenwachs, Sheabutter, Mandel- oder Avocadoöl enthalten. Das hat den Vorteil, dass diese bei Minusgraden auf der Haut nicht gefrieren, da sie keinen Wasseranteil haben. Hier gilt eine einfache Regel: Je fetthaltiger die Creme, desto besser hält sie die Kälte ab. Bereits dünn aufgetragen, legt der Kälteblocker einen Schutzfilm über die Kinderhaut und macht sie widerstandsfähig gegen Frost und Wind. Wenn ihr in die Berge geht oder wisst, der Aufenthalt im Freien dauert länger, darf die Creme ruhig auch etwas dicker aufgetragen werden und sollte unbedingt noch einen zusätzlichen UV-Schutz bieten. Nach dem Ausflug dürfen die verbliebenen Cremereste mit einem Zellstofftuch ruhig entfernt werden - das vermeidet einen Wärmestau in beheizten Räumen und verhindert kleine Pickelchen. Die zarte und feine Kinderhaut braucht im Winter sorgfältigen Schutz - nicht nur im Gesicht, sondern auch die restliche Körperoberfläche. Wichtig: Eine Mütze ist für Kinder generell ratsam: Aufgrund der gut durchbluteten Kopfhaut friert der Kopf besonders schnell.

Her mit den Vitaminen


In der kalten und dunklen Jahreszeit ist unser Immunsystem stark gefordert. Die richtige Ernährung stärkt und unterstützt das Immunsystem. Obst und Gemüse ist bunt, knackig und steckt voller wichtiger Vitamine, Mineralstoffe und sekundärer Pflanzenstoffe, welche die Abwehr stärken und die Gesundheit fördern. Alles tolle Argumente für uns Erwachsene, Kinder motiviert das leider meist nicht, ausreichend Obst und Gemüse zu essen. Gerade im Winter, wenn die Äpfel und Kirschen nicht mehr direkt vom Baum in die Münder fallen, brauchen unsere Kids eine gute Portion Vitamine und Mineralien, damit das Immunsystem nicht gleich schwächelt und der sich Körper bei jedem Windzug gleich einen Infekt einfängt. Heimisches Wintergemüse wie Grünkohl, Weisskraut, Wirsing, Lauch, Zwiebeln, Brokkoli, Sellerie und Möhren sind wahre Vitaminbomben und sollten auch auf eurem Speiseplan nicht fehlen. Mit einfachen Tricks schafft bestimmt auch ihr es, eure kleinen Gemüse- und Obstmuffel zum Naschen, Schlemmen und Geniessen zu bekommen!

Kampf den Gemüse- und Obstmuffels

  • Täglich ein Glas frisch gepressten Orangensaft oder Apfel-Karotten-Saft - das stärkt das Immunsystem von innen heraus.

  • Obst und Gemüse in Form von Sticks, Streifen oder Schnitzen anbieten. Übrigens auch ideal für die Znüni-Box, zusammen mit einem Dip - so schmeckt es den meisten gleich viel besser und auch ein Kohlrabi hat eine Chance.

  • Stärkereiche Gemüsearten, wie Möhren, Pastinaken, Sellerie und Kürbis, eignen sich erstklassig für Sossen und Suppen.

  • Warum nicht mal eine Gemüsesosse zu Teigwaren oder Reis zubereiten? Hierfür sind ideal: Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Sellerie, Zucchini, Pastinaken und Champignons - schmeckt auch in Lasagnen und Aufläufen prima.

  • Helles Gemüse wie die Zucchini, Petersilienwurzeln, Schwarzwurzeln, Blumenkohl oder Pastinaken lassen sich auch schmackhaft zu cremigen Sahnesossen zaubern. Einfach das Gemüse mit Zwiebeln und etwas Öl andünsten, mit Sahne und Milch aufgiessen, würzen und alles cremig pürieren - lecker ... (und die Kids sehen nicht, was drin ist _).

  • Auch in Form von Suppen schmeckt Gemüse gut. Fein püriert ergeben Möhren, Kürbis, Zucchini, rote Paprika, Lauch und Sellerie eine leckere Suppe. Mischt noch reichlich Kartoffeln darunter, dann kommt der Gemüsegeschmack kaum zur Geltung.

  • Selbst die geliebte Pizza kann mit Gemüse wie Zucchini, Pilzen, Zwiebeln, Mais, Paprika und anderem aufgewertet werden.

  • In Kartoffelpuffern, Bratlingen, süssen und herzhaften Muffins lassen sich geriebene Pastinake, Zucchini, Kürbis und Möhren auch gut verstecken.



Wichtig:


Vitamine leiden unter Hitze, Licht und Luft. Je häufiger das Essen frisch zubereitet wird, desto besser.
Trinken ist übrigens ebenso wichtig wie Essen - vor allem für Kinder. Denn sie haben einen viel höheren Flüssigkeitsbedarf als Erwachsene - und der kommt meist zu kurz. Vorschulkinder brauchen mindestens einen Liter Flüssigkeit, Grundschulkinder eineinviertel Liter. Die besten Durstlöscher sind Wasser, ungesüsste warme Tees oder Fruchtschorlen.

Heizungsluft


Wie die Raumtemperatur während der Wintermonate sein sollte, darüber scheiden sich die Geister. Die einen mögen es kuschelig, die anderen gerne kühl und wiederum andere sitzen mit Strickpulli und Wolldecke auf dem Sofa. Wir wissen alle, dass Heizen teuer ist - ein paar Grad weniger im Zimmer, sind gleich ein paar Stutz mehr im Geldbeutel! Lufttemperaturen um die 18 Grad gelten als optimal für die Atemwege. Da die Raumtemperaturen jedoch meist höher liegen, entsteht in den Räumen oft eine trockene und staubige Luft, welche die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum schädigt. Hier kann schon ein Glas Wasser in Heizungsnähe helfen oder ein Raumbefeuchter, der die Luftfeuchtigkeit verbessert.
In jeder Wohnung sind Räume vorhanden, die oft stundenlang nicht genutzt werden. Wer während dieser Zeit die Heiztemperatur in diesen Räumen drosselt, schont den Geldbeutel. Auch in der Nacht sollten die Temperaturen abgesenkt werden, denn in klarer Luft schläft es sich einfach viel besser.

Folgende Raumtemperaturen werden empfohlen


Kellerräume: 6 °C | Treppenhaus: 12 °C | Schlafzimmer: 17 °C | Wohn- und Esszimmer: 20 °C | Arbeits- und Kinderzimmer: 22 °C | Badezimmer: 24° C.

Wohltuende Wärme - ab in die Sauna


In der Sauna kann man richtig gut entspannen und die Seele mal richtig baumeln lassen. Sie erwärmt den Körper und man kann innerlich zur Ruhe kommen. Der Wechsel von der heissen Sauna und einer anschliessend kalten Dusche stärkt den Kreislauf, fördert die Durchblutung und erhöht die Abwehrkräfte. Durch das starke Schwitzen wird der Körper zusätzlich noch entschlackt, entgiftet und werden die Muskeln gelockert. Auch hier gibt es Möglichkeiten, bereits die Kleinen einzubeziehen - gerade Biosaunen sind dafür ideal. Wichtig sind hier für die Kleinen kurze Aufenthalte, genügend Ruhezeiten und ausreichend Flüssigkeit.




Bewegung


Neben guter Bekleidung, Raumbelüftung und einer guten Hausapotheke ist Bewegung für das «sich fit fühlen» einfach unerlässlich. Auch hier gilt das einfache Motto: Der natürliche Bewegungsdrang braucht auch an kalten Tagen Raum und Platz für die Kleinen und Grossen. Gerade der Winter hat seinen ganz eigenen Reiz und lockt mit vielen Möglichkeiten, um sich zu bewegen - auch wenn die Kälte schon nach kurzer Zeit in den Wangen beisst und die Füsse sich anfühlen wie kleine Eisklumpen. _
Die Natur mit ihren jahreszeitlichen Unterschieden zu spüren, zu erfahren und zu testen, ist für unsere Kids meist ein ordentliches Vergnügen. Denn welches Kind macht nicht gern eine Schneeballschlacht, geht Schlittschuhlaufen, rodelt, fährt Ski, wünscht sich einen Iglu zu bauen, stapft durch den Schnee im Wald oder macht einen Zoobesuch, um zu schauen, was die Tiere im Winter machen?
Der Spielplatz um die Ecke ist im Winter oft leer und verwaist. Schade eigentlich, denn der Spielplatz lädt auch bei kalten Temperaturen zum Schaukeln, Rutschen, Klettern, Balancieren und Erleben ein. Alles, was unsere Kinder dafür brauchen, sind gute Vorbilder - sei es durch uns als Eltern oder durch Freunde, die sich nicht scheuen, auch bei Kälte aktiv zu werden. Bewegung an der frischen Luft ist aber nicht nur sehr gesund. Das Schöne daran ist, dass die Kids - ohne dass es ihnen bewusst ist - ihre Abwehrkräfte stärken und so idealerweise auch noch Infekten vorbeugen. Denn dank der frischen Winterluft nehmen die durch die heimische Raumluft ausgetrockneten Schleimhäute wieder Feuchtigkeit auf, regenerieren sich und können dadurch viel besser und effektiver Infekte abwehren. Denn das Immunsystem braucht kontinuierliche Reize, um den Stoffwechsel zu mobilisieren und die körpereigene Abwehr zu verbessern.
Bewegung mit ihren vielfältigen Möglichkeiten sollte von klein auf im Alltag der Kinder nicht fehlen. Es ist bewiesen, dass Kinder das Bedürfnis nach ausreichenden Spiel- und Bewegungsräumen brauchen, auch wenn das Wetter oft nicht das idealste ist - für ihre körperlichen, motorischen, sensorischen, emotionalen und geistigen Fähigkeiten ist es unabdingbar. Ohne Bewegung gibt es kein ausgeglichenes Leben, was eigentlich einleuchtend klingt, oder? Kinder machen es uns genau richtig vor, sie hüpfen, rennen, springen, toben, klettern, rutschen und schaukeln einfach los, geniessen den Augenblick ohne Leistungsdruck und Zwang, sie wollen einfach nur ihre Umwelt mit ihren Sinnen entdecken und kennenlernen. Bewegung schenkt Erfahrungen mit sich und seinem Körper, schafft Bezug zu unseren Mitmenschen und ist die Basis für unser unschätzbarstes Gut: die Gesundheit. Denn nur wer sich bewegt, fühlt sich fit und lebendig.
Das gilt übrigens ebenso für uns Grossen, denn auch für uns gilt, sich stets körperlich neu auszuprobieren, Bewegungsmuster anzuschauen, anzupassen, diese zu erleben und zu stärken. Das beinhaltet natürlich auch, dass wir achtsam mit uns sind, fit bleiben und die Freude für die Bewegung behalten, wiederfinden oder neu entdecken. Eine gute Möglichkeit dafür bieten uns Fitness-Studios, die alles andere als irgendwelche «Muckibuden» sind. Immer mehr verfügen diese nämlich auch über einen eigenen Kinderhort und schaffen für viele Mamas somit erst die Möglichkeit, so ein Studio zu nutzen. Mit dem City-Fitness- und Trainingszentrum und den Viva-Figuren-Studios stellen wir euch einmal zwei Fitnessmöglichkeiten für uns Grossen vor, die einiges zu bieten haben. Für die Kleinen bleibt für uns der ABC-Turngarten immer die erste Adresse für Bewegung. Also probiert es einfach einmal aus und kommt gut durch den Winter - fit Ahoi!

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